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Südafrika

Für die Anreise nach Südafrika fahren wir mehr oder weniger Transit durch Botswana. Wir verbringen nur ein paar Tage auf einem schönen Campingplatz in der Nähe von Franchistown (Woodland Stopover), stocken unsere Vorräte in den Supermärkten auf und nehmen dann die Grenze Martin's Drift nach Südafrika. Unser Ziel der berühmte Krüger Nationalpark. Wir entscheiden uns für die "kürzere" Fahrt über die R572 mit Zwischenziel Makhado (ehemals Louis Trichard). Eine Fehlentscheidung - die Teerstrasse entpuppt sich als Katastrophe. Auf rund 150 km Schlagloch um Schlagloch, vorbei an langweiliger Landschaft und nicht sehr einladenden Dörfern. Völlig entnervt erreichen wir Louis Trichard und finden zum Glück auf dem Camping Zvakanaka eine kleine Oase zu Erholung.

Nach zwei Tagen geht die Reise weiter zum Krüger Nationalpark. Wir nehmen den nördlichsten Parkeingang Pafuri Gate und quartieren uns auf dem  Campingplatz Punda Maria ein. Wir haben Glück und ergattern einen Platz direkt am Zaun vor dem Wasserloch und können wunderbar die Tiere beobachten, welche zur Wasserstelle pilgern. Für uns war dies der schönste und ursprünglichste Camping im Krüger Nationalpark.

Insgesamt verbringen wir 9 Tage in diesem riesigen Park. Aufgrund der Nebensaison waren nicht viele Touristen unterwegs und wir fanden auf allen Restcamps Übernachtungsmöglichkeiten. Die Infrastruktur im Krüger Nationalpark ist sehr gut. In den Hauptcamps findet man gute Restaurants, Lebensmittelläden für den täglichen Bedarf. Unterwegs wurden viele Picknicksites angelegt mit Toilettenanlagen und Grillstellen.

Von der Tierwelt haben wir mehr erwartet, insbesondere von den Raubtiersichtungen. Während den ganzen 9 Tagen begegneten wir einer einzigen Löwin, die gerade ein Warzenschwein getötet hat. Erstaunt waren wir aber von der grossen Nashornpopulation. Täglich sind wir diesen eindrücklichen Tieren begegnet.

Fazit Krüger Nationalpark
Landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich, Tierwelt schön, haben aber mehr erwartet, Restcamps perfekte Infrastruktur (für uns fast übertrieben), in der Hauptsaison komplett überlaufen.





Nach dem Krügerpark geht es durch Swaziland und dann weiter an die östliche Küste von Südafrika. Aufgrund des schlechten Wetters entscheiden wir uns in der Bushbaby-Lodge in Hluhluwe ein Bungalow zu nehmen. Die Besitzer, Pim und Thandie sind sehr nett und hilfsbereit. Wir geniessen es ein paar Tage verwöhnt zu werden. Ausserdem sind die beiden grosse Landroverfans. Seit ein paar tausend Kilometern klappert etwas an unserem Landy. Die genaue Ursache haben wir nicht herausgefunden. Es könnte an der Kardonwelle liegen. Pim empfiehlt uns eine kleine Landygarage in Empangeni und informiert auch gleich den Besitzer, dass wir vorbeikommen. Die Werkstatt liegt auf unserer Route. Wir wurden sehr nett empfangen und unser Bushbaby unter die Lupe genommen. Tatsächlich, die vordere Kardonwelle war defekt bzw. das Gelenk ausgeleiert. Nach gut einer Stunde wurde alles ersetzt. Wow das war ein super Service und der Preis inkl. Material und Arbeit hat uns umgerechnet nicht einmal fünfzig Schweizer Franken gekostet. Nun konnten wir unbekümmert die Weiterreise antreten und quartierten uns in Salt Rock auf dem Campingplatz ein. Das schlechte Wetter machte mal Pause und wir verbrachten zwei herrliche Sonnentage an der schönen Küste.





Von Salt Rock ging es über Durban in die Drakensberge. Leider holte uns das schlechte Wetter wieder ein. Die berühmte Bergkette von Südafrika zeigte sich mehrheitlich wolkenverhangen, auch das berühmte Amphitheater im Royal Natal Park.





Von Monks Cowl wollten wir das Gebiet des Royal Natal Nationalparks erkunden und eine Wanderung zum berühmten Amphitheater machen. Das Wetter war aber so schlecht und es regnete in Strömen, dass wir nur kurz in den Park gefahren sind und dann weiter durch den Golden Gate Highland Nationalpark. Die Landschaft änderte sich und wir genossen eine wunderschöne Fahrt. Weiter ging es durch Freestate, vorbei an herausgeputzen Dörfern, dem grössten Staudamm Gariep von Südafrika bis nach Graff-Reinet.






Unser nächstes Ziel die weltbekannte Garden Route bzw. der Tsitsikamma Nationalpark mit seiner schönen Küstenlandschaft. Wir hatten Glück und bekamen ohne Reservation einen fantastischen Stellplatz direkt am Meer. Während der Hochsaison ist es hier komplett überlaufen und nicht möglich einfach spontan zu übernachten. In diesem Nationalpark kann man viel unternehmen, Wandern, Kanufahren und sogar Tauchen. Als Überraschung zum 50. Geburtstag von Erich buchte ich einen Tauchgang beim Storm River Mouth. Obwohl das Wasser arschkalt war und die Ausrüstung nicht gerade top, haben wir die Unterwasserwelt genossen und viele schöne Korallen und vorallem Gitarrenhaie gesehen.





Wie soll die Reise weitergehen? In Namibia haben wir die Südafrikaner Michael und Judith aus Prince Albert kennengelernt und sie haben uns eingeladen, falls wir in Nähe sind. Das ist doch die Gelegenheit die beiden wiederzusehen. Also kurzer Telefonanruf und klar war, dass es nicht weiter entlang der Küste, sondern wieder zurück ins Landesinnere geht. Über Oudtshoorn ging es zu den schönen Tropfsteinhölen Cango Caves über den Swartberg Pass nach Prince Albert.






In Prince Albert wurden wir von Michael und Judith herzlich empfangen und durften unser Landybett gegen ein bequemes Bett tauschen. Wir wurden richtig verwöhnt und haben eine tolle Zeit mit den Beiden verbracht. Freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen. Das Städtchen in der Great Karoo ist ein Schmuckstück und liegt auch landschaftlich sehr schön. Bekannt ist Prince Albert für seine Oliven und das entspannte Leben. Hier würde es uns auch gefallen.




Nun mussten wir uns entscheiden...sollen wir nochmals nach Kapstadt fahren oder den Mut haben, dieses Gebiet auszulassen. Wir waren ja schon 2010 in der Kapregion. Da sich die Reisemüdigkeit immer wieder einschlich und wir von den vielen Eindrücken der letzten Monate gesättigt waren, viel die Entscheidung uns auf den Rückweg Richtung Namibia zu machen. Die Route führte uns durch die Cederberge, zu den Augrabie Fällen. Von da wollten wir unbedingt nochmals in unseren Lieblingsnationalpark Kgalagadi und nochmals so richtig Tiere satt sehen. Wir wurden nicht enttäuscht.





Ohne Reservation fahren wir zum Kglagadi Nationalpark. Es ist ja Nebensaison und wir haben Glück. Die erste Nacht mussten wir zwar auf dem Camping Twee Rivieren übernachten, anschliessend bekamen wir aber Platz auf unserem Lieblingsplatz Polentswa auf der botswanischen Seite. Nochmals richtiges Outdoor-Feeling, Camp nicht umzäunt, einfaches Plumsklo, kein Wasser, einfach Natur pur und das Beste - wir waren ganz alleine und hatten nur Besuch von einem Schakal und einer etwas frechen Hyäne. Den letzten Abend im Park nächtigten wir dann in Mata Mata, bevor es zurück nach Namibia ging wo sich der Kreis unserer Afrikareise schliesst.

Von der Tierwelt wurden wir nicht enttäuscht und endlich ging auch unser Traum in Erfüllung die berühmten Kalahari-Löwen ganz Nahe beobachten zu können.






Ein Traum ging Erfüllung - Majästische Kalaharie Löwen