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Argentinien

Entlang am Beagle-Kalnal (Umgebung Harberton)

Nach 3 Wochen in Ushuaia verlassen wir die südlichste Stadt der Welt.

Zusammen mit Susanna & Peter sowie Elli & Markus erkunden wir die Umgebung des Beaglekanals.







Vom Wind gebeudelte Bäume


Direkt am Strand machen wir eine seltsame Entdeckung. Hier sitzt einsam ein Kaiserpinguin. Diese grossartigen Pinguine leben normalerweise in der Antarktis.











Der Pinguin ist in der Mauser und kann während dieser Zeit nicht ins Wasser, da sein Gefieder nicht dicht ist



Später erfahren wir, dass ein solches Tier hin und wieder die Orientierung verliert und in dieser Gegend stranded. Man versichert uns aber, das mit ihm alles in Ordnung ist. Er erneuert jetzt sein Gefieder und kann erst, wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, wieder ins Meer und zur Antarktis zurückschwimmen.

Am Abend finden wir ein schönes Plätzchen direkt am Meer. Natürlich wird auch hier ein Lagerfeuer entfacht.







Wir sind eine tolle Truppe

- Ruta 3 Team -


Tagsdarauf suchen wir einen anderen und vorallem windgeschützten Platz und finden diesen in einem Wald direkt an einem See. Leider spielt uns das Wetter einen Streich. Doch wir lassen uns den Tag nicht verderben.



Passend zum Wetter gibt es ein feines Schweizer Fondue.



Auch weit von der Heimat entfernt, bleiben wir unseren Traditionen treu. Susanna zaubert am 6. Januar 2006 einen selbstgebackenen Dreikönigskuchen hervor.



Peter wird zum König des Ruta 3-Teams gekürt und darf zur "Belohnung" am anderen Morgen das Frühstücksgeschirr von uns allen abwaschen.



(Bemerkung betreffend Ruta3-Team: anderen Travellern haben wir immer den Bären aufgebunden, dass wir nur die Hauptstrasse Ruta 3 fahren, da alles andere viel zu gefährlich sei (hi).


Nach 4 Tagen haben wir auch diese Gegend gesehen und entschliessen uns weiter nordwärts zu fahren. Auf der Landkarte entdecken wir einen relativ unbekannten Grenzübergang nach Chile. Der Haken dabei ist jedoch, dass man den ca. 30 Meter breiten Fluss Bella Vista durchqueren muss.


Spektakulärer Grenzübertritt Bella Vista nach Chile


Die Holländer Brenda & Guido passieren die Passage mit ihrem Toyota Landcruiser problemlos.


Als nächstes wagen es Susanna & Peter.



Doch etwa in der Mitte macht der Nissan kein Wank mehr. Der Motor hat zuviel Wasser geschluckt.








ja, ja mit einem Schnorchel wäre das nicht passiert

Susanna hat die Situation voll im Griff und stürzt sich sofort in die Fluten, um den Mutant zu retten. Mit der Mithilfe vom Holländer steht das Reisegefährt von den Chöpf bald wieder im Trockenen.



Nun wird die Bescherrung erst sichtbar. Das Wasser stand Peter in der Fahrerkabine fast bis zu den Knien. Die Flusstiefe von 82 cm war einfach zuviel.




alles zum Trocknen auslegen

Nach ca. 1 Stunde lief der Motor vom Mutant wieder wie ein Örgeli


Jetzt muss noch unser Pampero durch das Wasser. Knieschlotternd steigt Erich ein. Grundlos - unser Landy lässt uns nicht im Stich und absolviert die Prüfung souverän.







Wow...







Dä Erich und dä Pampero händ's im Griff









G'schafft!!!!


Nach dieser Aufregung haben wir eine Pause verdient und ...








bla,bla,bla


auch Chöpf können wieder lachen!



Übrigens! Später erfahren wir, dass einem die argentinischen Zollbeamten bewusst durch die tiefste Stelle schicken, obwohl ca. 100 Meter weiter die Durchfahrt kein Problem wäre. Dafür aber Geld abkassiert wird. So eine Frechheit!

Wir sind aber froh, dass trotzdem alles ein gutes Ende gefunden hat und fahren weiter zur chilenischen Grenzstation.


Parque Nacional Los Glacieres

Die Gletscher im Nationalpark sind Ausläufer des Inlandeises der südlichen Halbkugel. Hier ist mit 22'000 km2 die grösste zusammenhängende Eismasse der Erde (mit Ausnahme der Polregionen).

Der am besten zugänglichste ist der Perito Moreno Gletscher.



Die Eiswand erhebt sich ca. 60 Meter aus dem Lago Argentino. Unter ohrenbetäubendem Dröhnen brechen riesige Stücke ab und schwimmen wie kleine Eisberge im Gletschersee.




Fitz Roy Massiv

Schon viele Kilometer bevor man den kleinen Ort El Chaltén erreicht, sieht man diesen wunderschönen Berg.







mit 3405 Metern einer der niedrigeren Berge Argentiniens


Das Fitz Roy-Massiv ist ein Traumziel für Bergsteiger. Auch wir wollen nicht nur davon träumen, sondern die Schönheit dieses Berges erleben.







Nach ein paar herrlichen Tagen fahren wir weiter nördlich. Heftige Winde und Sandstürme begleiten uns auf der Ruta 40. Unser Pampero wird auf dieser Holperpiste aufs Maximum beansprucht. Doch bis auf eine sandgestrahlte Frontscheibe und einem Steinschlag ist unser Reisegefährte noch in einem Top-Zustand.





Perito Moreno Nationalpark

Der Park ist der ursprünglichste und am wenigsten besuchte von Argentinien, da er weitab von der Zivilisation liegt. Er bietet Einsamkeit, Gletscherseen, schöne Berge, wilde Tiere wie Pumas, Füchse, Guanakos, Kondore, etc. Aber leider haben wir auch dieses Mal keinen Puma zu Gesicht bekommen.



Diese Naturschönheit konnten wir bei herrlichstem Wetter geniessen - abgesehen des sehr starken Windes. Doch das kann uns nicht mehr erschüttern.









Ups! Da blast's ja fascht dä Erich furt...

...Dä Wind isch unglaublich...







Ja die Mänschä haltet scho nüd us...

Mir läbed jedä Tag mit dem Wind







Nach soviel Natur, haben wir eine Pause verdient



Unsere Reise führt uns weiter über den Paso Roballos Richtung Chile.










Die Estancieros (Bauern) töten die Füchse und auch Pumas, da sie halt ab und zu mal ein Schaf reissen. Als Mahnmal werden die Kadaver an Zäune gebunden.



Kurz vor der chilenischen Grenze übernachten wir im Nirgendwo...



In der Nacht erleben wir hier einen sensationellen Sternenhimmel. So was haben wir noch nie gesehen. Milliarden von Sternen und eine grandiose Sicht der Milchstrasse. Es war als wären wir ein Teil des Universums - Fantastisch.






Die Fahrt über den Paso Roballos lohnt sich. Die Landschaft ist fantastisch


Am anderen Tag überqueren wir die Grenze nach Chile. Unser Ziel - die Carretera Austral.