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Brasilien

Zwischen Bolivien und Brasilien gibt es keinen eigentlichen Zoll. Den Ausreisestempel im Pass mussten wir bereits in San Ignacio besorgen und die Zollformalitäten für das Fahrzeug werden in San Matias erledigt. Achtung Frühaufsteher! Das Zollbüro (Dorfeingangs vis-a-vis Tankstelle) öffnet erst um 10.00 Uhr! Dann geht es zur Grenze wo man nochmals einen Militärkontrollposten passiert. Auf der brasilianischen Seite wird lediglich überprüft, ob man eine Gelbfieberimpfung hat (obligatorisch, wenn man von Bolivien kommt). Wer über keine solche verfügt, wird an Ort und Stelle geimpft. Die Einreiseformalitäten werden erst in Cacéres erledigt. Zuerst fährt man zur Policia Federal für den Stempel im Pass. Die Zolldeklaration fürs Fahrzeug muss bei der Receita Federal im Stadtzentrum (Rua Padre Casemiro Nr. 850)  gemacht werden. Nach zwei Tagen Behördenkram konnten wir endlich ins Pantanal fahren.


Nord-Pantanal

Das Pantanal ist kein Sumpf-, sondern das grösste Überschwemmungs-gebiet der Welt und die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ist fantastisch. Uns erstaunt es jedoch, dass das Pantanal grösstenteils in Privatbesitz ist und in grossem Stil Viehwirtschaft betrieben wird. Lediglich ein kleiner Teil wurde als Nationalpark erklärt. Es führt eine einzige unbefestigte Strasse (die Transpantaneira) ins Innere und man muss dabei unzählige Holzbrücken überqueren. Entlang der Piste konnten wir viele Tiere beobachten. Auch beim campieren ging’s tierisch zu. So hatten wir auf dem Klo und beim Duschen Gesellschaft von Schlangen, riesigen Spinnen und harmlosen Fröschen und abends plagten einem die lästigen Mücken. In der Nacht wahr es jedoch herrlich im Dachzelt zu liegen und den Geräuschen der Tierwelt zuzuhören. Unglaublich!









Transpantaneira









 Kaimane beim
 Sonnenbaden








Jabiru, der grösste Storch der Welt






  ... im Fluge







... sein Zuhause








    neugieriger Affe






Carpincho, grösstes Nagetier der Welt








   putziger Eisvogel







   Nasenbär








  Aras






Tukan, ab sofort unser Lieblingsvogel







dieser Schnabel ist einfach faszinierend




Was ist das für ein Vogel?


ein Gaucho, in Brasilien bzw. im Pantanal Pantaneiros genannt








noch auf traditionelle Art wird das Vieh zusammengetrieben



Nach einer guten Woche verliessen wir dieses tierische Gebiet, um das nächste Highlight-  die Wasserfälle von Iguazu zu besuchen. Bis dahin sind es relativ eintönige 1400 Kilometer durch nicht enden wollende Landwirtschaftsflächen. Die Fahrt wahr anstrengend, vor allem aufgrund der Tausenden von Lastwagen, die ebenfalls on the Road sind. Wir brauchten für die Strecke drei Tage.

 

Was es noch zu sagen gibt:

 
Auch die Polizei in Brasilien ist leider korrupt. So wollte uns ein junger Schnösel nicht mehr weiterfahren lassen, da wir einen Steinschlag in der Frontscheibe haben. Die Scheibe sei umgehend zu ersetzen oder um weiterfahren zu dürfen, sei ein Bussgeld zu entrichten. Wir merkten schnell, dass dies nur ein Vorwand war, um sein Polizistengehalt aufzubessern. So stellten wir uns dumm und sagten zu ihm immer wieder „no intendo; nix verstehen“. Nach einer halben Stunde wurde es uns zu blöd und wir verlangten dann etwas forscher unsere Papiere zurück. Der Beamte war über unser plötzliches Verhalten überrascht und so konnten wir uns aus dem Staub machen.